Das wollen wir verhindern:

Das wollen wir verhindern:

Die Aktivitäten:

19.04.12 Gemeinsamer Termin der SPD-Fraktion mit A. Hundhausen und 5 Fraktionsmitglieder/Innen. Erörterung der aktuellen Situation und dem weiteren strategischen Vorgehen, gemeinsam das Siegwehr zu erhalten. Die SPD beteiligt sich sehr kreativ im Bemühen, die Interessen der Region durchzusetzen.
14.04.12 Lokaltermin in der Freusburger Mühle und an beiden Siegwehren mit dem Gewässerbiologen und stellv. FDP Bezirksvorsitzenden PD. Dr. J. Koop, dem FDP Ortsverbandsvorsitzenden H.-R. Stettner und dem FDP Kreisvorsitzenden Dr. A. Bittersohl. Nach Begehung, Information und Diskussion wurde fest-gestellt, dass hier vor Ort unbedingt gemeinsam alle unterschiedlichen Interessen (u.a. Denkmalschutz, Wasserkraft, Fischdurchgängigkeit) betrachtet und aus-geglichen werden müssen und dass dabei gleichzeitig auch die ökologische Durchgängigkeit herstellbar ist. Dazu haben die Vorschläge und Vorstellungen der Bürgerinitiative zur Lösung des Fischaufstieges echte Substanz. Die Funktionsfähigkeit dieser Vorschläge und Alternativen werden durch das vorliegende Gutachten untermauert. Die genannten Lösungen bringen die Interessen der Menschen vor Ort in Einklang mit der Herstellung der Durchgängigkeit.
24.03.12
Die BI säubert die Fischtreppe von Müll und Treibholz was die SGD-Nord, die dafür verantwortlich wäre, in all den Jahren noch nie gemacht hat
17.03.12
Die BI befestigt einen Fichtenstamm schräg vor der Fischtreppe als Geschwämmselabweiser , damit die Fischtreppe nicht von Treibgut verstopft und auch funktionieren kann. Daneben versorgt der Kraftwerksbetreiber seit einigen Wochen die Fischtreppe freiwillig mit zusätzlichen Wassermengen.
06.03.12
Der Stadtrat vertagt die Verabschiedung der Resolution für den Erhalt des Siegwehres, da Unklarheiten bzgl. Rückbau (vermuten einige irrtümlicherweise einer Absenkung von nur 50 cm , faktisch beschlossen sind aber mindestens 110 cm = subtotaler Abriss). Die Parteien wollen sich nochmals intern beraten und kundig machen.
03.03.12 Frau Umweltministerin Höfken, bestätigt den Eingang des Gutachtens, welches wir am 22.12.11 losgeschickt hatten und begrüßt es, dass nun zügig die weiteren gemeinsamen Planungen mit der wasserwirtschaftlichen und naturschutzfachlichen Bewertung der Varianten beginnen kann.
16.01.12 Einweisung der Ingenieurbüros zum Gutachten, Vorstellung des Gutachtens der Bürgerinitiative, mit Darstellung des Erhalts des Siegwehrs unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben. Ort: kleiner Sitzungssaal der Verbands-gemeinde Kirchen, Teilnehmer: SGD-Nord (mit Herrn R. May und Herrn G. Wieber), Herr F. Straubinger als Sprecher der Siegfischereigenossenschaft, Herr V. Thielmann als Sprecher der BI, Herr F. Schmidt als Wasserkaftwerksbetreiber, Herr R.J. Gäbler vom Planungsbüro und Frau U. Stüsser als Biologin, die Beauftragen der SGD-Nord zur weiteren Planung des Abrisses.
22.12.11 Das Gutachten der BI, welches ein integriertes Konzept zur Durchgängigkeit am Siegbogen im Bereich der Freusburger Mühle liefert, geht an die Umweltministerin U. Höfken.
27.10.11 gemeinsames Gespräch mit der SGD Nord (3 Vertreter), Herr Straubinger vom Blauen Tisch Sieg / Sprecher der Siegfischereigenossenschaft, H.J. Thomas und F. Schmidt als Besitzer der Wasserkraftanlage und V. Thielmann als Sprecher der BI. Das Gespräch ging über 4 Stunden, ruhig und offen, aber die SGD-Nord hat klar die Grenzen aufgezeigt. Sie bestimmt die Gutachter und. Planungsaufträge, Herr Schmidt darf Vorschläge machen. Aber an der Freusburger Mühle ist es für die SGD-Nord undenkbar, dass das Wehr nicht mindestens um 110 cm abgerissen wird. Das heißt: vorab ist es schon klar, dass das Wehr um mindestens 110 cm abgesenkt wird.
12.09.2011 Die SGD-Nord stellte mit 8 Mitarbeitern im Bürgerhaus Freusburg ca. 200 Interessierten die alten Ergebnisse vor, aber kein neues Gutachen. Es wurde auf Untersuchungen der Jahre 2005 und das bekannte Gutachten von 2010 verwiesen, unter der peinlichen Wahrheit, dass die SGD-Nord es bis heute versäumt hat, für die Fischtreppe Wasser einzufordern. Die Diskussion verlief unter der Leitung der SGD-Nord natürlich nicht ausgewogen und sachlich, sondern in erwarteter Absicht, hier die eigenen Versäumnisse zu verschleiern und die Bürgerinitiative gegen die Energiegewinnung durch ökologisch saubere Wasserkraft aufzubringen.
24.08.2011 Die SWR-Sendung Reiss & Leute in der Freusburger Mühle. Über 200 Menschen verfolgten zusammen mit Lokalpolitiker aller Fraktionen, Bürgermeister und der Bundestagsabgeordneten Frau Sabine Bätzing die Live-Diskussion.
28.07.2011
Vorstellung des Konzeptes der FDP (u.a. H.A. Baukhage Minister a.D., Dr. A. Bittersohl, R. Stettner u.a.) am Siegwehr.
05.07.11 Übergabe der weiterer 250 Unterschriften und 300 Postkarten an Frau Sabine Bätzing über das SPD Kreisverbandsbüro Betzdorf und Herrn A. Hundhausen zur Weiterleitung an die Umweltministerin in Mainz.
21.06.2011 Treffen und Diskussion mit dem Ortsverbandes Betzdorf/Kirchen der Bündnisgrünen zum Thema Siegwehr. Übergabe von 300 Unterschriften und ca. 250 Postkarten an die Landtagsabgeordnete Anne Neuhof. Die Unterschriftenliste und Postkarten werden durch Frau A. Neuhof an die Umweltministerin Frau U. Höfken mit der Infomappe übergeben.
14.06.2011 Information Verbandsbürgermeister Jens Stötzel.
06.06.2011 Information des Bauausschuss der Stadt Kirchen, mit ausführlicher Erläuterung des
 alternativen Konzeptes.
06.06.2011 Teilnahme am BUND Stammtisch in Kirchen zum Thema: „Die Siegwehre der Freusburger Mühle“ und Lokaltermin an der Freusburger Mühle
03.06.2011 Lokaltermin mit Frau S. Bätzing (MdB) der Bundestagsabgeordneten der SPD zusammen mit M. Weller u. A. Hundhausen an beiden Siegwehren der Freusburger Mühle. Die SPD signalisiert konstruktive Unterstützung
13.05.2011 Start der Bürgerinitiative mit einem Informationsstand am Maimarkt in der Freusburger Mühle. Darstellung der Sachlage in vielen Gesprächen mit Bürger und Bürgerinnen. Erörterung der alternativen Konzepte mit den Lokalpolitiker der einzelnen Parteien. Informationsaustausch u.a. mit Frau Anne Neuhof, der Landtagsabgeordneten der Grünen in Mainz. Beginn der Unterschriftenaktion und der Postkartenaktion. Bislang wurden mehr als 600 Postkarten ausgefüllt und über 650 Unterschriften gegen den Abriss gesammelt.

Freitag, 20. April 2012

Die SGD-Nord bestätigt in einem Brief vom 16.04.12 an die BI in fast satirischer Weise alle Vorurteile, die man über eine Behörde haben kann. Die SGD Nord beklagt, dass die Fische jetzt mehr Wasser habe, die Fischtreppe gesäubert wurde, was die SGD Nord in all den Jahren versäumt hat. Die Durchgängigkeit des oberen Wehres wird seit über 20 Jahren vom Kraftwerksbetreiber angemahnt und von der SGD Nord nicht angegangen. Die Gewässerunterhaltungspflichten werden nicht wahrgenommen. Nur die Ordnungswidrigkeit = das Wegschaffen/Verhindern von Müll aus der Sieg wird bemerkt und bekämpft? Respekt!

Maßnahmen am Wehr an der Freusburger Mühle; 
Einbau eines GeschwemmseIabweisers

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrter Herr Dr. Thielmann,
einem Presseartikel in der Siegener Zeitung vom 22.03.2012 habe ich entnommen, dass die Bl einen Fichtenstamm als Geschwemmselabweiser im Oberwasser der Fischaufstiegsanlage am Wehr an der Freusburger Mühle installiert und die Anlage gesäubert hat. .
Ergänzend dazu leitet der Betreiber der Freusburger Mühle seit geraumer Zeit ständig eine nicht bezifferte Wassermenge über den Leerschuss seines Wehres in die Ausleitungsstrecke ein.
Mit diesen Aktionen soll nach Aussage der Zeitung bewiesen werden, dass die Fischaufstiegsanlage ihre Durchgängigkeitsfunktion auch ohne bauliche Veränderungen erfüllen kann.
Ohne dies weiter zu werten, weil die Durchgängigkeit der Wehres nur einen Teilaspekt der Gesamtproblematik darstellt, teile ich Ihnen mit, dass gemäß § 76 Landeswassergesetz (LWG) Anlagen in und an einem Gewässer, wozu auch der Abweiser zählt, grundsätzlich der Genehmigungspflicht unterliegen. Die nicht genehmigte Herstellung einer Anlage stellt nach § 128 Abs.1 Ziffer 18 LWG eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld belegt werden kann.
Die Reinigung der Fischwechselanlage obliegt nach einschlägigen Bestimmungen des LWG dem Eigentümer der Anlage bzw dem Gewässerunterhaltungspflichtigem. In beiden Fällen ist dies das Land Rheinlandpfalz, vertreten durch die SGD Nord.
Da vom Grundsatz her die Reinigung des Beckenpasses positive Auswirkung auf die Funktionalität hat und auch der Abweiser zunächst unproblematisch ist werden ich die Angelegenheit erst einmal auf sich beruhen lassen. Ich bitte Sie jedoch von ähnlichen Aktionen Abstand zu nehmen bzw diese mit mir abzustimmen.
Der durch die Aktionen erreichte Nutzen ist äußerst gering, da das oberhalb vorhandene Wehr nach wie vor ein absolutes Wanderhindernis darstellt und die jetzt aufsteigenden Fische in einem Staugewässer mit einer schlechten Wasserqualität landen.
Mit Freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Rudolf May




Der FDP-Ortsverband besucht das Wehr zusammen mit einem Gewässerbiologen. Neben der Unterstützung des Anliegens um den Erhalt des Siegwehres, erfährt die BI und die regionale Bevölkerung die Zustimmung, dass die Vorstellungen aus gewässerbiologischer Sicht nicht rechtswidrig sind. SZ vom 14.04.12


Dienstag, 27. März 2012

Die BI ist nicht untätig beim Warten auf die SGD-Nord, die unser Gutachten prüft... Wir haben einen Baumstamm zum Schutz vor Treibgut und Verschmutzung vor die Fischtreppe platziert, am letzten Samstag (24.03.12) haben wir mit ein paar Leuten die Fischtreppe von Müll gereinigt und so kann sie weiter funktionieren, während man in Koblenz prüft. Nach unbestätigten Gerüchten hat ein Angler eine Meerforelle sogar oberhalb des Freusbuger Wehres an der Angel gehabt... Bild und Text aus der Siegener Zeitung vom 12.03.12


Der Stadtrat am 6.3.12 vertagt die Resolution zum Erhalt des Siegwehres



Die Siegener Zeitung vom 07.03.2012: Auf der Tagesordnung des Kirchener Stadtrats stand gestern Abend auch die Verabschiedung einer Resolution, in der man sich für den Erhalt der Wehranlagen an der Freusburger Mühle ausspricht. Doch daraus wurde nicht: Mehrheitlich votierte das Gremium dafür, den von Stadtbürgermeister Wolfgang Müller ausgearbeiteten Textentwurf noch einmal in den Fraktionen zu beraten. Ausgelöst hatte diese Entscheidung Wolfram Westphal (Bündnis 90/Die Grünen) , der sich nicht auf dem neuesten Stand beim Thema sah und in der Resolution vermeintliche Widersprüche entdeckt hatte. Müller hatte eingangs zur Erklärung darauf aufmerksam gemacht, dass sein Text die städtebauliche Sicht darstelle. Was die wasserrechtliche Komponente des Streits um das Wehr angehe, fehle dem Stadtrat die Kompetenz. In der von ihm eingebrachten Resolution wird nochmals auf die Bedeutung des Wehres im Zusammenhang mit der Freusburger Mühle verwiesen. Nicht nur für die Anlieger, auch für die Stadt sei der Erhalt von „grundlegender Bedeutung“. Wörtlich
heißt es: „Eingefordert werden muss eine ganzheitliche Betrachtungsweise der unterschiedlichen Interessen. Die Bürgerinitiative hat den verantwortlichen Behörden, federführend der SGD Nord, ein nachvollziehbares und plausibles Konzept für die Durchgängigmachung der Sieg vorgelegt, das den Intentionen der Wasserrahmenrichtlinie Rechnung trägt. Die Stadt Kirchen befürwortet und unterstützt dieses Konzept ... Der Rückbau des Wehres würde das einmalige Landschaftsbild an der Sieg als überregional bedeutenden touristischen Anziehungspunkt unwiederbringlich zerstören.“ Westphal störte sich u. a. am „Rückbau“. Nach seinen Informationen solle das Wehr doch lediglich abgesenkt werden, das sei als Kompromiss vorgeschlagen worden. Der Grüne sprach von 50 Zentimetern, wollte sich darauf aber nicht festlegen. Die Unsicherheit im Rat jedenfalls war groß, also verschwand die Resolution von der Tagesordnung. Dabei war die Berichterstattung über den Kampf der BI an der Freusburger Mühle doch bislang eigentlich sehr eindeutig. Die Menschen vor Ort und mit ihnen viele Unterstützer wehren sich gegen ein Schleifen der Wehrkrone um 1,10 Meter (das ist die tatsächliche Größenordnung), kommt das für sie doch tatsächlich einem totalen Rückbau gleich. Die BI hatte noch vor Weihnachten das eigene Gutachten der SGD Nord vorgestellt. Darin ist ein Sachverständiger zu der Überzeugung gelangt, dass sich an der Mühle sehr wohl alle Interessen miteinander vereinbaren lassen. Das Gutachten wurde von BI-Sprecher Dr. Volker Thielmann zeitgleich an das Umweltministerium nach Mainz geschickt. Bis heute gebe es keine Empfangsbestätigung, geschweige denn eine Stellungnahme, berichtete er gestern gegenüber der SZ. So hat er das Gutachten nochmals zur Post gebracht – diesmal allerdings als Einschreiben und mit Rückschein

Mittwoch, 18. Januar 2012

Das Caesperlein-Gutachten zeigt auf, dass die Sieg in weiten Bereichen kein natürlicher Fluss mehr ist und es auch somit die Rückkehr in das "alte Flussbett" leider nicht mehr geben wird. Das Archivfoto beweist, dass die Sieg auch in Freusburg noch bis in die 1970er Jahre massiv reguliert wurde. Wir werden „nur noch lindern aber nicht mehr heilen können“ Es wird Zeit, dass hier eine realistische Einsicht einkehrt und wir uns maßvoll und unter Beachtung aller Interessen dem Thema annehmen. Quelle: Archiv der Siegener Zeitung


Siegener Zeitung von 18.01.2012


Gutachten ist eine Prüfung wert

Wie "natürlich" ist die Sieg?

Kirchen. Kein Grund für Optimismus oder gar "Entwarnung", dennoch ein kleiner Lichtblick - so jedenfalls würde die Bürgerinitiative für den Erhalt des Freusburger Wehres aus ihrer Sicht das jüngste Gespräch zusammenfassen. Wie berichtet, hatten sich am Montag noch einmal Vertreter der SGD Nord, der BI, der Siegfischereigenossenschaft und die Wasserkraftwerksbetreiber in Kirchen getroffen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Eigentlich hatte auf der Tagesordnung nur die Auftragsvergabe an ein Ingenieurbüro gestanden, das die Umgestaltung der beiden Wehre ausarbeiten soll, um die Durchlässigkeit der Sieg für Wanderfische in diesem Bereich zu gewährleisten - eigentlich.

thor - Denn an dieser Sitzung nahm auch Dr. Gerold Caesperlein teil, der im Auftrag der BI ein eigenes Gutachten erstellt hat. Darin war der Dortmunder Wasserbauingenieur zu dem Ergebnis gekommen, dass der Mühlgraben doch als Auf- und Abstieg für Fische geeignet ist und das untere Wehr nicht abgetragen werden muss. Dieses Gutachten war von BI-Sprecher Dr. Volker Thielmann noch vor Weihnachten an das Mainzer Umweltministerium geschickt worden. Die Hoffnung von Thielmann war die, dass die Expertise bis Mitte Januar an die SGD Nord weitergeleitet werden würde. Doch in dieser Hinsicht wurde der Kirchener am Montag eines Besseren belehrt.

Kleiner Etappensieg

Umso mehr hat ihn gefreut, dass Caesperlein die Gelegenheit erhielt, seine Sicht der Dinge ausführlich darzulegen. Thielmann hatte im Vorfeld befürchtet, dass sich die Behördenvertreter darauf gar nicht erst einlassen würden. Es habe etliche Zwischenfragen gegeben, und natürlich auch kritische Anmerkungen, berichtete der BI-Sprecher. Für ihn kann man aber auch deshalb von einem kleinen Etappensieg sprechen, weil zugesagt worden sei, das Gutachten von Caesperlein einer ernsthaften Prüfung zu unterziehen. In der gemeinsamen Stellungnahme aller Beteiligten heißt es dazu: "Eine fachliche und rechtliche Beurteilung musste jedoch zurückgestellt werden, da eine Prüfung durch die Experten des Landes notwendig ist. Es soll in die vom Land beauftragte Bewertung einbezogen werden."

Dr. Straubinger als schärfster Kritiker

Nach dem Gespräch am Montag ist Thielmann auch zu der Erkenntnis gelangt, dass der größte Gegner der BI nicht unbedingt in Koblenz oder Mainz zu suchen ist: "Unser schärfster Kritiker ist sicherlich Dr. Straubinger." Der Geschäftsführer der Siegfischereigenossenschaft habe mehrfach durchblicken lassen, dass er von der Arbeit Caesperleins (ein "Auftragsgutachten") rein gar nichts hält.

Autos parken im Überschwemmungsgebiet

Nach Angaben von Thielmann geht es hierbei um Grundsätzliches. In der Variante des Dortmunder Experten gehe es darum, den Altarm der Sieg als eine Art Auenlandschaft und Rückzugsgebiet für kleinere Fische und Insekten zu erhalten. Straubinger hingegen betone stets, dass das Flussbett der Sieg und nicht der Mühlgraben für den Aufstieg der Fische genutzt werden müsse. "Dabei wird immer damit argumentiert, den natürlichen Zustand der Sieg wiederherzustellen", sagt der BI-Sprecher. Caesperlein aber komme zu dem Ergebnis, dass der Flusslauf der Sieg in weiten Teilen verändert worden sei und starke Spuren der frühen Industrialisierung aufweise. Dagegen sei der Zustand an der Freusburger Mühle geradezu paradiesisch. Der Gutachter verweist laut Thielmann u. a. auf die Situation in Betzdorf, wo Autos im Überschwemmungsgebiet der Sieg parkten und Ölrückstände bei jedem Hochwasser weggespült würden.

Regulierungsarbeiten im Flussbett

Auch in Freusburg hat es übrigens noch Anfang der 1970er Jahre Regulierungsarbeiten im Flussbett gegeben. "Die BI hat jedenfalls erst einmal ihre Hausaufgaben gemacht", bilanziert Thielmann. Nun müsse man abwarten, wie die einzelnen Gutachten und Untersuchungen bewertet würden. Im Frühsommer sollen die Ergebnisse vorliegen, dann werden sich die Beteiligten erneut zusammensetzen.

Sonntag, 8. Januar 2012

Kurzfassung des Gutachtens von Dr. Caesperlein


Integriertes Wasserbaukonzept für den
Siegbogen an der Freusburger Mühle
(Flusskilometer 107,5 – 108,9)
Die Durchgängigkeit für die Fauna der Sieg soll seit Jahrzehnten an der Sieg wieder hergestellt werden. Mit der Definition der Sieg als Vorranggewässer für den Lachs hat dieser Aspekt an Dringlichkeit gewonnen, wenngleich die starken Veränderungen der Sieg in der Vergangenheit Aue und Wasserkörper so stark geschädigt haben, dass eine Durchgängigkeit allein keine sich selbst reproduzierende Bestände bei vielen Fischarten erwarten lässt.

Bisherige Ansätze für die Sieg an der Freusburger Mühle sehen zudem Eingriffe in das örtliche Bauensemble und Lösungen vor, deren Nachteile im Bereich von Hochwasser- und Denkmalschutz, Naherholung und einer wirtschaftliche Stromerzeugung erheblich sind.

Entsprechend wurde jetzt ein Konzept erarbeitet, das sowohl die Durchgängigkeit herstellt, als auch die genannten Nachteile vermeidet. Insgesamt lässt sich damit nachweisen, dass nicht nur alle Anforderungen aus der EU-Wasserrahmenrichtlinie erfüllt werden, sondern dass darüber hinaus bei geringerem Eingriff in die Stromerzeugung als bei anderen Varianten die örtliche Situation in und rund um die Sieg verbessert werden kann.

Das Konzept basiert dabei vom Unter- zum Oberwasser auf sechs Bausteinen:
Um die Fische in den Siegbogen zu lenken, werden zahlreiche Strömungsteiler am Auslauf des Turbinenuntergrabens eingebaut. So wird die Strömung des ablaufenden Wassers gebremst und verwirbelt und ist für Fische und Wirbellose einerseits schwerer zu bestimmen. Andererseits schrecken die unklaren Strömungsverhältnisse auch Teile der Gewässerfauna generell ab. Auf der anderen Seite wird durch eine Schotterbank die Strömung der Sieg so gebündelt, dass Fische und Wirbellose den Aufstieg in der Sieg um ein Vielfaches besser finden als heute.

Für den Aufstieg vom Unterwasser in den Bereich oberhalb des so genannten Jung’schen Wehres ist seit 1998 ein Raugerinnepass vorhanden, der aber bislang mangels wasserrechtlicher Regelung nicht betrieben wurde. Dieser lässt sich künftig mit den Dotationsmengen für durchgängige Anlagen flussaufwärts regulär und wie geplant betreiben. Da die massive Bauweise einige Abweichungen von den Empfehlungen für Fischaufstiegsanlagen bewirkt hat, soll der Pass zum Westufer hin Aufweitungen erhalten, so dass leistungsschwächere Fische größere Areale haben, um für den weiteren Aufstieg Kräfte zu sammeln.

Am Stau des Jung’schen Wehres soll eine Einleitungsstelle aus dem Abwassernetz der Kommune Kirchen (Sieg) so umgebaut werden, dass Einleitungen längs zur Fließrichtung erfolgen und es so zu einer weitaus schlechteren Vermischung mit dem Siegwasser kommt. Dadurch ist die Schadwirkung der eingeleiteten Abwässer weitaus geringer. Zudem werden durch die Maßnahmen im Oberwasser die Einleitungsmengen achtmal schneller aus der Stauhaltung gedrückt als heute. Damit sind Sauerstoffunterversorgungen durch Abwassereinleitungen selbst bei extremem Niedrigwasser in der Sieg nicht zu befürchten.

Die Durchgängigkeit zum Oberwasser wird durch einen langen Tümpelpass (Kolktreppe) hergestellt, der den Stau am Jung’schen Wehr mit dem Obergraben der Turbine verbindet. Die Anlage abseits erosionsträchtiger Hochwasserbereiche erlaubt eine leicht justierbare Bauweise und gestattet auch, mit einer Dotationsmenge von 300 l/s die volle Durchgängigkeit zu erreichen. Länge, Bauweise und Anreicherung mit einer Flachwasserzone machen diesen Bereich so naturnah, dass nicht allein (oder am stärksten) der Lachs hiervon profitiert, sondern praktisch alle Arten der Gewässerfauna.

Die Abwärtsdurchgängigkeit für die Arten, die den Ausstieg nach unten am Obergraben verfehlen, wird durch Abschöpfbleche vor dem Turbinenrechen und ein Sohlschleuse für Aale sichergestellt. Diese werden dann über eine Fischrutsche in den Stau des Jung’schen Wehrs geschwemmt. Diese Anlagen lassen sich ggf. intermittierend und so schonend betreiben, so dass mit einer Dotation von im Mittel 100 l/s gerechnet werden kann.

Insgesamt ist damit eine Dotationsmenge von 400 l/s für alle Bauwerke für die Durchgängigkeit ausreichend und begrenzt den Eingriff in die Stromerzeugung auf maximal 11,5 % der Turbinenkapazität.

Ergänzend wird der Mühlgraben auf seiner Fließstrecke nach Süden hin seitlich geöffnet und mit einer parallelen Flachwasserzone versehen. Hierdurch werden Jungfisch- und Laichareale geschaffen, die der Sieg in weiten Abschnitten fehlen.

Durch diese Konzeption wird der Siegbogen je nach Abflussmenge zu einem nur noch temporär durchflossenen Bereich und damit im Charakter vom Fließgewässer ein Stück weit zum Auenbereich hin verschoben. Da dieser Bereich dann lediglich durch zwei kleine Bäche von Norden her mit nur gering belastetem Wasser versorgt wird, entstehen hier völlig neue Entwicklungsmöglichkeiten für die Gewässerfauna, zumal sich die Wasserqualität bei Niedrigwasser der Sieg in diesem Bereich verbessert. Denn dann kommt kein geklärtes Abwasser aus den vielen Ortslagen oberhalb in den Siegbogen, sondern dieses wird über den Obergraben der Turbine und der Kolktreppe zugeleitet. Auch können sich Jungfische in einem solchen Siegbogen viel besser entwickeln, als in einem Flusskorridor mit Mindesttiefe, wo sie von Raubfischen praktisch überall erreicht werden können. In einem nur temporär durchströmten Bereich finden sie, wie auch Insekten, weitaus vielfältigere Lebensbedingungen.

Damit ist ein integriertes Konzept, das praktisch alle Interessen in diesem Bereich der Sieg einschließlich der ökologischen Durchgängigkeit berücksichtigt und austariert, als realisierbar nachgewiesen.

Unser Brief an die Umweltministerin U. Höfken 20.12.2011


Sehr geehrte Frau Ministerin Höfken,
vielen Dank für Ihre Schreiben an die Mitglieder unserer Bürgerinitiative, in denen Sie ankün­digten, dass die zuständige Regionalstelle in Montabaur versuchen wird, einen Kompromiss
in oben genannter Sache zu finden, der auch die Anregungen der BI berücksichtigt.
Mit großem Interesse haben wir auch den Newsletter ihres Ministeriums vom 08.09.2011 über den Beginn der "Aktion Blau" zur Kenntnis genommen. Hier formulierten Sie: "Bei unseren Renaturierungsmaßnahmen werden wir die kommunale Entwicklung, den Denkmalschutz, die Landwirtschaft und den Naturschutz miteinander vernetzen. Zudem werden wir die Menschen vor Ort verstärkt einbinden." Das hat uns Mut gemacht.
Leider können wir Ihnen nicht berichten, dass uns durch die zuständige Behörde bis heute ein kompromissfähiger Vorschlag unterbreitet wurde. Das Gegenteil ist der Fall! Bei einer von der SGD-Nord organisierten Informationsveranstaltung am 12.09.2011 im Bürgerhaus Freusburg, wurden durch die Behördenvertreter genau die Positionen (Abriss des Wehres um 1.100 mm, Abgabe von Restwasser in der Summe von 1.150 l/s) vertreten, die unseren Protest hervor­gerufen und zur Gründung der Bürgerinitiative geführt haben (siehe beiliegenden Bericht & Kommentar der Siegener Zeitung vom 14.09.2011). Auch beim Gespräch am 27.10.2011 in kleinerer Runde mit Vertretern der Behörde, den Wasserrechtsinhabern, dem Vorsitzenden der Siegfischereigenos­senschaft & „Blauen Runden Tischs“ und der BI, wurden diese Positionen wiederholt und als der angekündigte Kompromiss dargestellt, der nicht verhandelbar sei.
Die BI vermisst, dass von Seiten der Behörde ein integriertes Gesamtkonzept vorgelegt wird, welches sich nicht nur auf den Abriss des Wehres und die Festlegung von Mindestwasser­mengen konzentriert, sondern alle Problemstellungen und Interessen berücksichtigt.
Dieses Gesamtkonzept soll nun durch ein von der Behörde beauftragtes Ingenieurbüro aufgestellte werden (siehe Aktenvermerk vom 27.10.2011).
Auch wenn das Ingenieurbüro die von den Wasserrechtsinhabern schon seit ca. 20 Jahren vorgeschlagenen und von den heute verantwortlichen Behördenvertretern abgelehnten Lös­ungsansätze überprüfen soll, befürchtet die BI, dass die Empfehlungen des Ingenieurbüros nicht wesentlich von den o. g. Positionen der SGD Nord abweichen wird, zumal das gleiche Ingenieurbüro eben diese Positionen erarbeitet hat. Das macht auch die folgend zitierte Aussage von Herrn Gerke am 27.10.2011 deutlich: "Über das obere Wehr können wir noch verhandeln, aber über das untere Wehr (das Wehr für deren Erhalt die BI kämpft) reden wir nur noch."
Damit würden die Anliegen der BI und der Bevölkerung vor Ort in keiner Weise berücksichtigt, ja sogar unerreichbar bleiben!
Die BI hat daher ein unabhängiges und integriertes Gesamtkonzept durch den Wasserbauex­perten Dr. Caesperlein erstellen lassen, dass die volle Durchgängigkeit gemäß nationaler und europäischer Richtlinien sicherstellt und dabei die Interessen aller Betroffenen berücksichtigt.
Dieses Gesamtkonzept liegt diesem Schreiben zu Ihrer Prüfung 2-fach bei. Darüber hinaus haben wir auch eine Kurzfassung des Konzeptes beigefügt.
Sehr geehrte Frau Höfken, wir bitten Sie, Ihren Einfluss gelten zu machen, damit endlich das gemeinsame Ziel, nämlich eine ökologische Verbesserung einschließlich der Durchgängigkeit der Sieg im Bereich der Freusburger Mühle erreicht wird, bei gleichzeitiger Berücksichtigung der berechtigten Interessen der Anwohner, die auch Teil der Ökologie sind. Darüber hinaus wäre es kontraproduktiv und verdiente den Namen nicht, wenn die wasserbaulichen Maßnahmen zu Lasten einer maximal möglichen regenerativen Energiegewinnung gingen. Wie wäre sonst die mehrheitlich gewollte Energiewende möglich, wenn nicht jede Ressource regionaler regenera­tiver Energiegewinnung und sei sie noch so klein, genutzt würde?
Die beiliegende Ausarbeitung weist nach, dass alle genannten Ziele erreicht werden können, wenn es politisch gewollt ist.
Gerne stellen wir Ihnen das Gesamtkonzept auch an Ort und Stelle vor und stehen Ihnen bis dahin für Rückfragen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichem Gruß
Dr. Volker Thielmann
(Sprecher der BI zum Erhalt des Siegwehres an der Freusburger Mühle)

Rückblick auf 2011 und Ausblick für 2012


Rückblick und Ausblick - Jan 2012

Hier noch mal eine kurze Information, damit alle Freunde und Mitglieder der BI auf dem gleichen Informationsstand sind.
Über das gemeinsame Gespräch am 27.10.11 wurde auf Wunsch der SGD-Nord und auch der Siegfischereibehörde/Blauer Runder Tische Sieg nur spärlich berichtet, da vereinbart war, in weiteren Gesprächen eine Lösung = erweiterten Planungsauftrag zu erarbeiten. Gleichzeitig wurde vereinbart, dass ein Protokoll von der Sitzung von Herrn Meurer (SGD-Nord) erstellt wird, das von allen Seiten freigegeben werden soll. Dies ist bis heute nicht geschehen. Der BI liegt nur ein Entwurf eines Aktenvermerkes über das Treffen vom 15.11.11 vor. Interessante Zitate fehlen, wie z. B die des Leiters der SGD-Nord Herrn Gerke: „über das obere Wehr können wir noch verhandeln, aber über das untere (d.h. das Wehr für deren Erhalt die BI kämpft, Anmerkung V.T) reden wir nur noch“ Oder, auf die Frage ob es Sinn macht, ein weiteres Gutachten von der Stelle anfertigen zu lassen, die auch das alte Gutachten angefertigt hat, welches den Abriss um mindestens 1,1 m vorschlägt, sagte Herr Gerke: „Die SGD-Nord bezahlt den Gutachter, also bestimmt sie auch den Gutachter“ Oder: „Auf weniger als 1,1 m Abriss des Wehres werden wir uns nicht einlassen“ Passend hierzu bemerkte Herr Straubinger seitens der Siegfischeigenossenschaft: „Wir akzeptieren keinen Kompromiss, der weniger als die 1,1 m Abriss zum Ziel hat“ Damit dürfte klar sein, wie es um die Kompromissbereitschaft der Behörden steht!

Im Rückblick auf das Gespräch vom 27.10.11 und die eindrucksvollen Sichtweisen und die offensichtlich unverrückbaren Standpunkte der SGD-Nord ist das Ergebnis der weiteren Planungen schon jetzt ziemlich sicher vorhersehbar: Der Abriss von mindestens 1,1 m an unserem Wehr wird weiter geplant und verfolgt werden! Es darf noch ein wenig geschwätzt werden, aber ändern wird es nichts. Die BI und die hundertfachen Wünsche und Meinungen der örtlichen Bevölkerung sind nur ein lästiger Störfaktor, die leider politisch zu viel Wirbel gemacht hat, um sie völlig zu übergehen.

Die BI hat sich deshalb entschlossen, ein eigenes Gutachten in Auftrag zu geben, was unter Berücksichtigung der europäischen Wasserrahmenrichtlinien und der Naturschutzgesetze unser Anliegen prüfen soll.

Am 13.12.11 erfolgte die extrem kurzfristige Einladung der SGD-Nord zu einem Gespräch mit den Büros, die die Gutachten/Planungsaufträge durchführen sollen, für den 19.12.11 alternativ am 21.12.11. Welche Absichten hier mit einer derart unüblichen und kurzfristigen Terminvorgabe verbunden sind habe ich nicht ergründen können. Der Termin wurde dann aber auf den Mo. den 16.01.12 verschoben.

Kurz vor Weihnachten kam dann das Gutachten „Integriertes Wasserbaukonzept für den Siegbogen an der Freusburger Mühle“ von Dr. Caesperlein, der ein Wasserbaubüro (U Plan GmbH) in Dortmund leitet und als anerkannter Fachmann auf diesem Gebiet gilt.
Dieses Gutachten zeigt, dass weder die BI noch die Betreiber der Wasserkraftanlage weltfremde Spinner sind, die die gesetzlichen Realitäten nicht akzeptieren können. Das Gutachten bestätigt, dass die Nutzung des Mühlgrabens zum Fischaufstieg sehr wohl geeignet ist und auch unser Siegwehr mit kleinen Umbauten so funktionieren kann, dass es, wie von uns immer gesagt, nicht abgerissen werden muss und dennoch die Fische auf- und abwandern können.
Daneben zeigt das Gutachten aber leider auch, wie unwiderruflich zerstört und naturfern in weiten Teilen die Sieg von Betzdorf bis Siegen ist.

Dieses  Gutachten haben wir mit einem Brief  am 23.12.11 an die Umweltministerin Höfken geschickt, damit von oben die Dinge bewegt werden können. Am 15.01.12 wird dieses Gutachten dann auch sicher der SGD-Nord vorliegen und wir können gespannt sein wie es weiter geht .....

Freitag, 28. Oktober 2011

Ein 4 Stunden-Gesprächsmarathon am 27.10.11 endete mit folgender gemeinsamer Presseerklärung:

GEMEINSAME PRESSEMELDUNG
Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord
Wasserrechtsinhaber Friedhelm Schmidt u. H.J. Thomas
Dr. Volker Thielmann für die Bürgerinitiative 
Dr. Franz Straubinger für den blauen runden Tisch Sieg

Gespräche zur Freusburger Mühle fortgesetzt
In den Räumen der Verbandsgemeindeverwaltung Kirchen wurde gestern die Suche nach einer gemeinsamen Lösung im Konflikt um die Umgestaltung der beiden Siegwehre in Freusburg fortgesetzt. 
Die in der Bürgerinformation am 12. September 2011 durch die SGD Nord angekündigten Verhandlungen mit den Wasserrechtsinhabern, Friedhelm Schmidt und Hans-Joachim Thomas wurden komplettiert, durch Vertreter der örtlichen Bürgerinitiative und des Blauen Runden Tisches Sieg. Die Teilnehmer bezeichneten die Gesprächsatmosphäre als ruhig und konzentriert.
Im Ergebnis haben sich die Beteiligten darauf verständigt, dass durch die SGD Nord ein Planungsauftrag zur Umgestaltung bei der Wehranlage vergeben wird, der verschiedene Ausführungsvarianten ergebnisoffen untersuchen wird.
Die Beteiligten sehen hierin einen geeigneten Weg, um im Lösungsprozess entscheidende Fortschritte zu erzielen.
Die Wasserrechtsinhaber, die Bürgerinitiative und der Blaue Runde Tisch Sieg werden in den Planungsprozess eingebunden, um diesen kritisch begleiten zu können.

Freitag, 7. Oktober 2011

Das Gespräch kann dann doch am 27.10.11 stattfinden!

Sehr geehrter Herr Gerke,

am 12.09.11 wurden weitere Gespräche im kleinen Kreis mit SGD-Nord, BI und den Wasserkrafts-betreibern angekündigt. Von dem Blauen Runden Tisch Sieg war da nicht die Rede. Den halte ich auch hier nicht für notwendig.

Wenn aber seitens des Blauen Runden Tischs Sieg nur eine Person kommt, habe ich da selbstverständlich nichts gegen. Daneben ist mit Herrn Dr. Straubinger eine Person gefunden, mit der vernünftig und konstruktiv zu reden ist. Das ist eine gute Wahl. 
Das ging aber aus Ihrer Einladung vom 26.09.11 nicht hervor.

Unter diesen Bedingungen kann die BI auch auf eine unabhängige Moderation verzichten, solange sichergestellt ist, dass das anzufertigende Gesprächsprotokoll von allen Seiten abgezeichnet wird.
Somit teile ich Ihnen hiermit definitiv mit, dass ich für die BI am 27.10.11 der Einladung folgen werde und bin gespannt auf die weitere Entwicklung.

Mit freundlichen Grüßen

Volker Thielmann

Antwort der SGD-Nord 7.10.11

Sehr geehrter Herr Dr. Thielmann,
 
am 12.09.2011 hatte ich im Rahmen der Infoveranstaltung weitere Gespräche in kleinem Kreise zwischen den Wasserrechtsinhabern und der SGD Nord angekündigt. Im Nachgespräch zur Veranstaltung unterbreitete mir Herr Thomas für die WKA-Betreiber den Vorschlag, die Runde um Ihre BI zu ergänzen. Wir verständigten uns auf eine Erweiterung des Kreises um die BI und den Blauen Runden Tisch Sieg, womit die Interessen an der Sieg dann gut abgebildet sind.
Für den Blauen Runden Tisch Sieg hat der Geschäftsführer der Siegfischereigenossenschaft und Sprecher des Runden Tisches, Herr Dr. Franz Straubinger, seine Teilnahme am Gespräch am 27.10.11 in Kirchen zugesagt. Meinerseits bestehen natürlich keine Einwände gegen Ihren Vorschlag, dass die BI mit 2 Personen vertreten ist.
Ich bin Ihnen dankbar, wenn Sie mir definitiv mittteilen, ob die BI meiner Einladung für den 27.10.11 folgen wird.
 
Mit freundlichen Grüßen
In Vertretung
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Joachim Gerke
Abteilungsleiter
Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft, Bodenschutz
STRUKTUR- UND GENEHMIGUNGSDIREKTION NORD